VERBINDUNG VON TRADITION UND ZUKUNFT
 
URSPRUNG

Die "Atalanta", der ehemalige "Lotsenschoner Elbe 1", wurde im Jahre 1900 auf der Peterswerft gebaut – im Auftrag des Hamburger Senats. Sie besaß die damals höchste Eisklasse, war vollständig aus Eiche gebaut und hatte damit den fünffachen Wert eines gewöhnlichen Handelsschiffes vergleichbarer Größe.

ENTWICKLUNG

Als sich die Dampfschifffahrt mehr und mehr durchsetzte, verkaufte der Senat den "Lotsenschoner Elbe 1" an einen Berliner Industriellen. 1929 wurde das Schiff in eine Privatjacht umgebaut und auf den Namen "Atalanta" getauft.
 
Im Zweiten Weltkrieg diente das Schiff der deutschen Kriegsmarine und wurde nach einem schweren Luftangriff 1944 in Rudköbing (Langeland/ Dänemark) aufgelegt. Um der aus dem Osten drohenden Gefahr entfliehen zu können, kauften sich damals viele Unternehmer Schiffe, die sie voll proviantiert an der Unterelbe stationierten, um im Notfall gen Westen zu fliehen. Aus diesem Grund kaufte die Warburg-Bank 1950 die „Atalanta“ und setzte sie wieder in Fahrt. Später wurde sie dann vor allem für Gästefahrten eingesetzt und diente außerdem dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt als Ort für politische Gespräche.
NEUERUNG

Im Jahre 1991 wurde dann eine grundlegende Restaurierung erforderlich. Das Schiff wurde in Rendsburg aufgelegt und völlig entkernt. Eine Restauration als privates Schiff war der Zeit allerdings nicht mehr angemessen. Um das Schiff auch zukünftig als "Atalanta" zu erhalten, entschied die Bank 1995 schweren Herzens, das Schiff aufzugeben – und einem eigens dafür gegründeten Förderverein der Stadt Wismar zu stiften. 2002 wurde die zehnjährige Restauration abgeschlossen.
Seither steht die "Atalanta" für Charterfahrten zur Verfügung.